24. Dezember 2011

miss you,darling.

Haltet die Welt an, ich will aussteigen.
Jeder um mich herum geht seinen Weg, plant sein Leben, nur ich bin seit Jahren vom wesentlichen her die selbe Person. Äußerlich mag ich mich zwar verändert haben, vielleicht in einigen Hinsichten meiner Persönlichkeit, aber ich bin immer noch das schwache, dumme, naive Mädchen, welches im Selbstmitleid ertrinkt und rein gar nichts auf die Reihe bekommt. Ich bin immer noch f#tt. War es schon immer und werde es immer sein. Ich bin hässlich. War ich ebenfalls schon immer und werde es für immer sein. Ich bin alleine. War ich bereits immer und werde ich auch für immer sein. Keiner der zu mir gehört, keiner der meine Person auch nur ansatzweise schätzt. Aber was rede ich da? Ich bin 16. Ich bin noch so unheimlich jung und trotzdem habe ich unheimliche Angst vor dem Erwachsen werden. Ich will mich keinen neuen Situationen stellen, ich weiß was in der vergangenen Zeit dabei raus gekommen ist, als ich mich diesen gestellt habe. Neuen Menschen. Ich habe sie zu schnell an mich, mein Herz, meine Seele und meine Gefühle gelassen und im Endeffekt bin ich diejenige, die darunter leidet, sonst niemand. Ich bin die, die liebt, die vermisst, die sich sehnt, diejenige die weint, weil sie wieder einmal enttäuscht wurde. Weil ihr wieder einmal gezeigt wurde, was für ein grausamer Mensch sie ist. "Stark sein Chrissie" sag ich mir immer und immer wieder, "die Menschen sind es nicht wert" und trotzdem liebe ich sie. Wenn ich mit meinen Problemen ankomme, denn kommt nur "Hmm" oder "Das wird schon wieder". Ich will kein Mitleid, das verteile ich selbst schon ausreichend, ich will einfach nur ein einziges mal verstanden werden, geliebt werden, jemanden haben, der mich in den Arm nimmt und einfach für mich da ist, ohne groß nachzufragen was denn eigentlich los sei. Denn nicht nur der Verlust einer Liebe und einer Freundschaft ist ein schweres Laster, sondern auch die Vergangenheit. Ich weiß wirklich nicht, wie lange ich noch in der Lage bin die Vergangenheit auf meinen Schultern zu tragen, bis es mich vollkommen zerstört.
- Liebe, Drogen, Freundschaft, Tod, Selbsthass, Verlust, Alleinsein. -
Keiner weiß wirklich was war, mit ihm und ihm, mit ihr und ihr, oder dem und dem. Keiner weiß, was ich mit den Worten direkt meine. Und wisst ihr was? Es ist gut so. Ich brauche niemanden die Dinge auftischen, die sowieso niemanden interessieren. Keiner brauch den Grund, warum ich sämtliche Drogen, auch Kippen und Alkohol, so verabscheue, wissen. Es braucht keiner wissen, warum ich mich so unheimlich nach Liebe und Zuneigung sehne und wenn ich sie bekomme, mich kaputt mache. Es braucht keiner wissen, auf welche grausame Art und Weise ich meine beste Freundin verlor, neu gefunden und im Endeffekt doch wieder verloren habe. Es brauch keiner wissen, was es mit dem Selbsthass auf sich hat und ebenso braucht niemand wissen, warum ich so unwahrscheinlich hohen Respekt vor dem Tod habe und Angst um sämtliche Leute habe. Keiner, keiner, keiner.. und selbst wenn ichs hier direkt erklären würde, keiner, nicht ein einziger, würde mich darauf anschreiben. Ich wills auch nicht. Oder doch? Warum sollte ich es hier denn sonst erwähnen, hm? Ich weiß nicht. Wirklich nicht. Ich sitze hier, weine, und trage ein breites Lächeln auf meinen Gesicht. Ich weine, ich spüre die Tränen auf meinen Lippen und ihren unglaublichen Schmerz inbegriffen. Und wisst ihr was ich nun tun werde? Ich werde mir mein Gesicht waschen und meine roten Augen überschminken, damit auch nicht ein einziger von den Leuten, die später hier sind, auch nur ansatzweise merkt, wie unfassbar mühsam ich mich aufgerappelt habe. Ich sollte anfangen mein Leben zu ordnen.

"Umgeben von Watte und vollkommener Gleichgültigkeit."


Ich bin so unglaublich müde, so, so, so müde. müde vom Leben.. i miss you.

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