19. Januar 2012

hinten anstellen

Richtig.. Eigene Gefühle, Wünsche und Gedanken ganz weit hinten anstellen. So ist das nun einmal. Ich habe alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Nun sitze ich hier, "Hollywood Hills" im Radio, schwarzer Pullover, weißes Top, dunkel blauer Rock, Strumpfhose, pinke Plüschsocken. Haare nicht gemacht, nur zum Zopf gebunden. Alleine. Verlangen zu Weinen, kann nicht. Gestern schon so viel geweint, ohne das es bemerkt wurde. Genervt. Alle. Sich abgewendet. Durch den Mund geatmet "Flennst du nun, weil ich gesagt habe, dass du still sein sollst?" im Gedanken sich denk "Wie du es sagtest.. autsch" und mit fester, klarer Stimme sagen "Häh, nö?" und sonst nichts weiter sag. Da lieg. Nichts von sich geb. Starr, still, ruhig, wie verlangt. Abgeholt worden. Draußen im Regen steh. "So traurig? Hast du geweint?" - "Nein, wieso?" - "Wegen der Schminke.. ist aber nur unterm linken Auge" - "Achso.. kommt vom liegen auf der Seite. Denn tränt mein Auge immer" und freundlich grins. Gut. Abgekauft. Denk ich. Ich bin stark. Irgendwie. Eigentlich nicht, aber nun muss ich halt stark sein.

Keine Kommentare: