Es ist so schwer, die richtigen Worte zu finden. Es ist noch schwerer, die richtigen Worte zu suchen.
Wo soll man sie denn suchen? Worte sind nirgends festgebunden, Worte fliegen nicht herum, Worte kann man nirgends kaufen, Worte kommen auch nicht auf einen Kaffee vorbei. Worte liegen wohl sehr oft zwischen Liebe und Leid. Wenn ein Mensch geht, die Worte bleiben. Mir sind deine Worte geblieben. Ich hab sie im Ohr, täglich, oft. Doch die Worte sollten nicht da sein, du hast sie mir verboten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich viele Menschen nicht in die Person verlieben, sondern in die Worte. Du hast das auch gekonnt, die Worte formen, du warst Meister und Herr.
Sie sind noch immer da. Sie schweben förmlich im Raum, unsichtbar, nur für mich hörbar. Sie helfen mir, meinen Weg alleine zu gehen. Einen Weg, den ich nicht alleine gehen wollte. Du fehlst mir. Du und deine Worte. Auch wenn du nicht mehr bist, deine Worte sind mir geblieben. Sie sind das einzige, dass mich manchmal durch den Tag retten. Sie schenken mir reinen Wein ein, sie servieren mir Phrasen, die mir hinuntergleiten wie warmer Tee an kalten Wintertagen. Es sind die Worte, die mir geblieben sind. Worte sind alles, was ich hab. Ich habe Worte gefunden, für mich. Ich werde sie dir hier lassen. Du wirst sie suchen müssen, aber du wirst sie finden. Dann gehören sie dir. Auch wenn ich gehen sollte, du wirst meine Worte haben. Es werden deine Wörter sein.
Es werden meine Worte sein, die dir geblieben sind. Worte sind alles, was du hast. Es werden unsere Worte sein, die uns geblieben sind. Worte sind alles, was wir haben.
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