.. "Die Gedanken ähnelten sich, was nicht verwundert, bei so vielen Menschen auf der Welt und doch ist es wie Schicksal, einen zu treffen, der spricht, was du gerade sagen möchtest."
kurzer Ausschnitt aus der Kurzgeschichte "Nacht" von Sibylle Berg.
Wie ich diese Aussage bzw. diese Textstelle liebe. Ich musste etwas lächeln, als ich diesen Text gelesen habe. Ob es wirklich für jeden Menschen einen Gegenüber gibt, der das selbe denkt, fühlt und erlebt? Ich bin etwas skeptisch, wobei dies möglich ist. Oder doch nicht? Ich bin ein kleines bisschen verwirrt. Aber irgendwie ist das kein Wunder.
So schön ich gestern geweckt wurde, desto unschöner war es heute. Schreiende kleine Kinder, eigene Dummheit indem ich meinen Ring aus dem Bett schmiss und eine Katze, die rein wollte. Es ist wie verhext. Es ist so kalt und komisch. Gestern habe ich mir vorgenommen Abschied zu nehmen, hat auch wunderbar geklappt. Ich habe dich in Msn gelöscht, in Svz, Facebook, Knuddels etc. Ich war zufrieden mit mir selbst, habe nicht mehr an dich gedacht. Und dann auf einmal.. schreibst du mich an. Ich war total perplex. Warum? Hattest du schon bemerkt, dass ich dich gelöscht habe? Hm.. keine Ahnung. Als ich fragte wieso du mich angeschrieben hast kam nur 'Nur so.. wollte nur mal mit dir schreiben' .. klingt irgendwie nicht so begeistert. In diesem Moment habe ich mir trotzdem Vorwürfe gemacht und ich war wieder mal kurz davor im Selbstmitleid zu versinken. Ich schrieb nur eine kurze Bemerkung .. 'Ich bin doof' - 'Wieso' - 'Deswegen..' und schickte ihn eine Freundschaftseinladung in Facebook und bin off gegangen. Ich war wieder mal nicht stark genug. Wie immer, wenn es um solch etwas geht. Unbegreiflich..
Und von anderen Menschen, habe ich nicht einmal eine Antwort bekommen. Es war.. einfach nur zum davon laufen.
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